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SUMMARY:Kindheit im Heim, Jugend in Haft – Dokumentarfilm und Gespräch am 17. September in der VHS Suhl
DESCRIPTION:Am Donnerstag, 17. September 2026, 17 Uhr, zeigt die Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl (Meininger Straße 89, 98529 Suhl) im Ratssaal den Dokumentarfilm von Torsten Eckold und Stefanie Falkenberg „Verlorene Zeit – Gegen das Schweigen“, der sich mit der Kindheit im Heim und der Jugend in Haft in der Zeit der DDR befasst.\nIm Film gehen vier Zeitzeugen auf Spurensuche an die Orte ihrer Jugend. Im Durchgangsheim Schmiedefeld, im Jugendwerkhof „Neues Leben“ Wolfersdorf und im Frauengefängnis Hohenleuben waren sie der Willkür des SED-Regimes ausgeliefert, weil sie als „schwer erziehbar“ galten oder in den Westen wollten. Die Zeitzeugen sprechen über Gewalterfahrungen, Isolation und Zwangsarbeit in den Einrichtungen der repressiven DDR-Heimerziehung und im Strafvollzug sowie über die Gründe ihrer Einweisung oder Verhaftung. Jugendliche, die sich nicht ins Normsystem der DDR einfügen wollten oder konnten, sollten mit Zwangsmaßnahmen zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ erzogen werden. Auch in Thüringen gab es solche Einrichtungen.\nDer Dokumentarfilm entstand in Zusammenarbeit mit dem Projekt DENKOrte des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ in Jena. An der 90-minütigen Dokumentation wirkten als Experten der Politologe Christian Sachse sowie der Künstler Manfred May mit, der seit Jahrzehnten Ansprechpartner für ehemalige Heimkinder in Thüringen ist. Nach dem Film findet ein Gespräch mit dem Filmemacher Torsten Eckold und Stefanie Falkenberg, Projektkoordinatorin von DENKOrte, über den Film, ihre Arbeit und die Praxis der repressiven DDR-Heimerziehung statt. Zudem laden wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Suhl und Umgebung dazu ein, ihre Erfahrungen im Erziehungssystem der DDR mit uns zu teilen. Ziel ist es, nach Jahrzehnten des Schweigens über die eigene Biografie miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Anke Geier vom ThLA.\nDie Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung der VHS Suhl mit dem ThLA und wird gefördert von der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl über die Richtlinie Politische Bildung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.\nDer Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.\n
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