Ausstellungseröffnung:„Die Partei hat immer recht“. Die SED im Alltag der DDR
„Die Partei hat immer recht“. Die SED im Alltag der DDR
Ausstellungseröffnung am 2. Juli 2026 in der VHS Suhl
Auf einem Sonderparteitag am 21. und 22. April 1946 fand die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED im Berliner Admiralspalast statt. Aus Anlass des 80. Jahrestages dieses Ereignisses wird am Donnerstag, 2. Juli 2026, 18 Uhr, in der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl (Meininger Str. 89, 98529 Suhl) die Ausstellung „Die Partei hat immer recht“. Die SED im Alltag der DDR durch die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Anke Geier, eröffnet.
Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde vom Historiker Dr. Stefan Wolle entwickelt und zeigt, wie tief die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) in das Leben der Menschen in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR eingriff. Die SED war weit mehr war als eine politische Organisation: Sie bestimmte Politik, Wirtschaft und Justiz ebenso wie den privaten Alltag. Im Mittelpunkt stehen die Mechanismen ihrer Herrschaft – ideologische Schulung, Kontrolle, Repression und das ständige Einfordern von Loyalität. Die Ausstellung macht sichtbar, wie die Partei ihr Machtmonopol mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und zugleich ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Zugleich thematisiert sie die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus.
Zur Eröffnung führt die Historikerin Anke Geier in die Ausstellung ein und wirft einen Blick auf die Geschichte der SED in der Region. Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung der Suhler Volkshochschule „Karl Mundt“ und des Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
- In welcher Stadt findet es statt?: Suhl

