„Die Partei hat immer recht“. Die SED im Alltag der DDR
Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Volkshochschule „Karl Mundt“ Suhl
Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde vom Historiker Dr. Stefan Wolle entwickelt und zeigt, wie tief die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) in das Leben der Menschen in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR eingriff. Die SED war weit mehr war als eine politische Organisation: Sie bestimmte Politik, Wirtschaft und Justiz ebenso wie den privaten Alltag. Im Mittelpunkt stehen die Mechanismen ihrer Herrschaft – ideologische Schulung, Kontrolle, Repression und das ständige Einfordern von Loyalität. Die Ausstellung macht sichtbar, wie die Partei ihr Machtmonopol mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und zugleich ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Zugleich thematisiert sie die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus.
Die Ausstellung richtet sich v.a. auch an junge Menschen – Schülerinnen und Schüler -, die nur wenig Wissen um die SED-Diktatur in der DDR hatten. Umfangreiches didaktisches Material für Lehrerinnen und Lehrer ist auf der Website der Bundesstiftung Aufarbeitung zur Ausstellung enthalten (URL: https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/ausstellungen/die-sed-im-alltag-der-ddr).
Die Ausstellung kann bis zum 30. September 2026 während der Öffnungszeiten der vhs Suhl (Hängung im Treppenhaus) besichtigt werden.
Der Eintritt ist frei.
Bildunterschrift: 03.04.1986 SED-Bezirksleitung Suhl, Übergabe Ehrenbuch (Stadtarchiv Suhl, Fotograf: Rolf Kornmann, Signatur 6.1. P-KR-3.1).
- In welcher Stadt findet es statt?: Suhl

