„Tatort Thüringen – Wahre Verbrechen“
Zella-Mehlis wird zum Tatort
Wahre Verbrechen aus Thüringen stehen im Mittelpunkt einer Lesung in der Stadt- und Kreisbibliothek
Nervenkitzel pur – das verspricht eine Veranstaltung der Stadt- und Kreisbibliothek in Zella-Mehlis. Am 23. September liest Mirko Krüger aus seinem Buch „Tatort Thüringen – Wahre Verbrechen“. Im Mittelpunkt stehen Kriminalfälle von der Goethezeit bis in die Gegenwart. Der Autor sagt: „Thüringen ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das Land der Richter und Henker.“ Sein Anspruch ist, Kriminalgeschichten zu erzählen, in denen sich zugleich die Geschichte des Landes spiegelt.
Mirko Krüger erzählt unter anderem den Fall des Bruno Lüdke, der 53 Menschen ermordet haben soll, davon sechs in Thüringen. Im Leben des angeblichen Serientäters gab es jedoch nur einen einzigen Mord, und das war der an ihm selbst. Dieses besonders dunkle Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte reicht von der Weimarer Republik über das Dritte Reich bis ins wiedervereinte Deutschland.
Der Autor greift ebenfalls eine Serie von Banküberfallen auf. Der jugendliche Haupttäter saß im Gefängnis und nutzte Freigänge für seine Überfälle. 1998 stellte ihm die Polizei in der Sparkasse von Schalkau (bei Sonneberg) eine Falle. Der Bankräuber wollte sich nicht ergeben und hob seine Pistole. Ein Polizist feuerte schneller; er verletzte den 22-Jährigen tödlich. Außerdem rollt Mirko Krüger in seinem Buch das unglaubliche Versagen der Kripo und der Stasi nach dem Kunstraub von Gotha 1979 auf. Der Täter stammte aus Schmalkalden, die Tat konnte erst 40 Jahre später aufgeklärt werden.
- In welcher Stadt findet es statt?: Zella-Mehlis

