
Wanderausstellung über Werner Seelenbinder
Wanderausstellung über Werner Seelenbinder
Werner Seelenbinder Ringer – Kommunist – Staatsfeind
Vernissage
Zur Vernissage, die am 19.03.2026 um 19.00 Uhr in der
Mehrzweckhalle in Zella-Mehlis stattfindet, wird der
Initiator der Ausstellung, Prof. Dr. Oliver Rump, in seiner
Laudation alles Wissenswerte zur Ausstellung erläutern.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Die Vernissage ist kostenfrei
Am 19. März 2026 eröffnen wir in
Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft
Berlin in der Mehrzweckhalle „Arena Schöne Aussicht“ in
Zella-Mehlis eine Ausstellung über das Leben und Wirken
des Arbeitersportlers Werner Seelenbinder. In der
Ausstellung werden unter dem Titel „Werner Seelenbinder:
Ringer – Kommunist – Staatsfeind“ 19 Informationstafeln
mit hochinteressanten Fakten und Geschichten rund um das
Sportidol gezeigt.
Werner Seelenbinder kam 1904 in Stettin zu Welt und wurde mit 13
Jahren Mitglied im Arbeitersport. Den Auftakt seiner erfolgreichen
Karriere als Ringer bildete 1922 der Gewinn der Berliner
Arbeitersport-Meisterschaft im Federgewicht. International sorgte er
erstmals 1926 für Aufsehen, als er beim Arbeiter-Turn- und Sportfest
in Wien siegte. Neben dem Sport engagierte sich Seelenbinder auch
politisch: 1928 trat er der KPD bei. Weil er nach dem Gewinn der
Deutschen Meisterschaft 1933 den Hitlergruß verweigerte und im
illegalen Widerstand gegen das Nazi-Regime aktiv war, wurde er
verhaftet. Nach seiner Entlassung gehörte er dennoch der Ringer
Nationalmannschaft an und belegte bei den Olympischen Spielen von
1936 in Berlin den vierten Platz. Obwohl er sportlich weiterhin sehr
erfolgreich war und bis 1941 noch mehrmals Deutscher Meister wurde,
verhafteten ihn die Nationalsozialisten im Februar 1942 erneut. Am 5.
September 1944 wurde er wegen „organisierter Vorbereitung zum
Hochverrat und der landesverräterischen Feindbegünstigung“ vom
Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 24. Oktober 1944 im
Zuchthaus Brandenburg-Görden enthauptet.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielten viele Orte in der
DDR den Namen des Sportlers und Widerstandskämpfers. Im Jahr
2008 ist Werner Seelenbinder in die „Hall of Fame des deutschen
Sports“ aufgenommen worden.
Die Ausstellung ist Teil eines mehrjährigen Lehr- und
Forschungsprojekts von Prof. Dr. Oliver Rump: „Werner Seelenbinder – Dokumentation einer Person der deutschen Geschichte “
- In welcher Stadt findet es statt?: Zella-Mehlis


