„Zweifelssohn“ Lesung und Gespräch mit Max Czollek
In seinem Debütroman „Zweifelssohn“ ringt Max Czollek mit unserer Gegenwart: einer Welt, die ihre eigene Gewalt nicht mehr verbergen kann. Sein Protagonist – benannt nach dem jüdischen Aufklärer Mendelssohn, aber mit Zweifeln – reist von Wien über deutsche Städte bis nach Rügen. Er sieht Dinge, die andere nicht sehen: tote Verwandte auf einer Wiener Wasserstraße, prophetische Visionen in Münchner Vorstädten, eine rauchende Hannah Arendt am Berliner Landwehrkanal.
Zweifelssohn ist ein Roman zwischen Popliteratur und Untergangsvision, voller bitterbösem Humor, poetischer Wucht und verzweifeltem Optimismus. Er erzählt von einem jüdischen Blick auf Deutschland, der nicht loslässt – und von einer Gegenwart, die sich immer wieder als brüchig, verletzlich und gefährdet zeigt.
Die zivilgesellschaftliche Gruppe „Wir in Suhl – vielfältig und tolerant“, lädt im Rahmen der Erinnerung an die Pogromnacht 1938, zu einer Lesung ein, die Erinnerung und Literatur miteinander verbindet. Zu einem Abend, der die Vergangenheit ernst nimmt und zugleich fragt, wie wir heute leben – miteinander, verantwortlich, wach?
- In welcher Stadt findet es statt?: Suhl

